auroraborealis stellt sich vor

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mgritsch
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von mgritsch »

Eine sehr bekannte Situation. Made in Germany war früher mal ein Wert an und für sich, so wie Swiss Made. Die Zeiten sind vorbei. Qualität können andere auch schon, obendrein billiger und mit weniger Bürokratie. In Wirklichkeit ist oft genug schon zumindest eine Fülle aus Fernost drin, auch wenn die Hülle noch Germany sagt. Wozu also noch mal genau?

Das IMHO einzige haltbare Argument ist Flexibilität (mal eben um die Ecke), Service und Innovation (dafür bräuchte es gute Ausbildung…) und vielleicht noch ein bisschen CO2 Footprint. Keine leichten Zeiten, merkt man vermutlich speziell im Verkauf.

Unternehmensnachfolge ist auch so eine Sache :) ich kann dir nur empfehlen rechtzeitig über ein Earn-Out Modell nachzudenken. Das mit „jetzt verkaufen“ geht meist nicht so schnell und gut wie man dachte und dann hängt man ja doch emotional dran und drin…
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MarbsLab
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von MarbsLab »

mgritsch hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 22:11 (Fast) niemand ist an der Identifikation von Bestandteilen interessiert, das wäre ja schon fast Reverse Engineering und Industriespionage ;)
Das kann man so auf keinen Fall stehen lassen und hat überhaupt nichts mit Reverse Engineering und Industriespionage zu tun. In sehr vielen Fällen ist eine Identifikation von Bestandteilen wichtig, um eine Möglichkeit zum Nachbessern zu haben, wie etwa, um Abweichungen von Grenzwerten (zum Beispiel Phtalate) gegenzusteuern. Besonders gilt das dann, wenn das Produkt aus vielen Einzelteilen besteht, die von vielen Zulieferen kommen. Um Zeit und Geld zu sparen, analysiert man oft auch Mischproben. Man glaubt gar nicht, was alles plötzlich in irgendwelchen Materialien oder Bauteilen auftauchen kann. Selbst in der Produktion können Bauteile zum Beispiel durch Schmierstoffe der Produktionsmaschinen kontaminiert werden oder durch den Fabrikarbeiter, der das Produkt am Ende mit einem versifften Lappen abwischt, bevor es in die Verpackung kommt.

Alle Produkte, die zum Beispiel Lidl oder Aldi vertreiben, werden chemisch untersucht, ob sie den EU-Richtlinien entsprechen. Meistens wird in der Vorproduktion untersucht, in der Massenproduktion und der Lagerbestand, wenn die Ware in der EU angekommen ist. Wenn du Lieferant von Lidl bist, der in Asien 300.000 Kompressoren fertigen lässt, verlässt du dich ganz bestimmt nicht auf eine puristische FID-Kiste in einem Hinterhof-Labor. Die Kompressoren müssen zwischendurch genau mit den selben Methoden (und am besten noch mit den gleichen Analysegeräten) und noch viel öfters getestet weden, wie Lidl das tut, (meist beauftragen sie TÜV Süd damit). Sollte am Ende die Konformität nicht gegeben sein, nimmt Lidl die Ware nicht ab und man bleibt auf 300.000 Kompressoren im Lidl-eigenen Design und Verpackung sitzen, die man, wenn man Glück hat, vielleicht noch einzeln nach Usbekistan verscherbeln kann.

VOC betrifft eine riesige Anzahl von Sustanzen, aber dazu kommen noch Pestizide, Fungizide, Herbizide Schwermetalle etc (Holz wird auch für Kinderspielzeug verwendet, Saunabereich, Eßbesteck usw). Wenn man das mehr aufdröselt, ist selbst der Naturstoff Holz ein sehr komplexes Thema und nicht einfach Formaldeyd und VOC. Gekoppeltes MS ist heute Standard in der Industrie, wenn man die Tests outsourced sowieso. Mir ist noch nie ein akreditiertes oder firmeninternes Prüflabor untergekommen, das nicht damit arbeitet. In einem 20-Mann Betrieb mit einer kleinen Produktpalette und marginalen Stückzahlen vielleicht, aber das ist keine Industrie.
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MarbsLab
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von MarbsLab »

Ralf hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 23:13 Wie oft willst du dich eigentlich noch mit neuen Accounts hier anmelden, aliquis?
Eine berechtigte Frage, aber zumindest gibt's jedesmal eine neue Story :mrgreen: .
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mgritsch
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von mgritsch »

MarbsLab hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 23:42 VOC betrifft eine riesige Anzahl von Sustanzen, aber dazu kommen noch Pestizide, Fungizide, Herbizide Schwermetalle etc (Holz wird auch für Kinderspielzeug verwendet, Saunabereich, Eßbesteck usw). Wenn man das mehr aufdröselt, ist selbst der Naturstoff Holz ein sehr komplexes Thema und nicht einfach Formaldeyd und VOC.
Für Holzwerkstoff (Spanplatten, OSB, HDF, MDF, Laminat..) sind Formaldehyd und VOC (als Summenparameter) die relevantesten Grenzwert-Parameter. Natürlich kann man alles beliebig bis zur Dissertation aufdröseln…
Mir ist noch nie ein akreditiertes oder firmeninternes Prüflabor untergekommen, das nicht damit arbeitet. In einem 20-Mann Betrieb mit einer kleinen Produktpalette und marginalen Stückzahlen vielleicht, aber das ist keine Industrie. .
Mir ist noch kein Industriebetrieb untergekommen der für eine Routineanalytik GC MS nutzt. Und ich rede von Konzernen mit Standorten jeweils >>100 mio. Jede Branche hat ihre eigenen Standards, ich habe schon die kuriosesten Prüfmethoden gesehen. GC-MS leistet sich nur ein Analytikzentrum und die sind jedenfalls nicht im Tagesgeschäft mit den Chargenproben involviert.
auroraborealis
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

mgritsch, bei uns ist tatsächlich noch viel Made in Germany drin.
Bürokratie ist aber de facto ein Problem. MarbsLab hatte das mit der Konformität schon richtig angedeutet. Insbesondere die Dokumentationspflichten fressen uns auf. So viele Leute kann man gar nicht einstellen, wie man dafür braucht.
Bin bloß froh, dass wir nicht direkt am Verbraucher sind, das würden wir nicht mehr gewuppt kriegen.
Die haben an uns und unsere Produkte allerdings eher die gegenteilige Erwartung: dass alles noch genauso ist wie vor 20 Jahren. Die Kehrseite einer etablierten Marke. Zuviel Zeitgeist ist da unbedingt nicht immer gut fürs Geschäft.

Zur Unternehmensnachfolge gibt es schon viele Überlegungen und auch mehrere Angebote.
Tatsächlich ist mein Sohn derzeit der Bremser: "Papa, warte noch." Von ihm zeitnah eine verbindliche Entscheidung zu erwarten, wäre aber eigentlich eine Überforderung (er wäre noch 10 Jahre jünger als ich damals bei Eintritt in die Firma und fern davon, dafür reif zu sein). Also werde ich sie ihm wohl abnehmen müssen.
Für mich war es damals zumindest das Vernünftigste, was ich zu der Zeit aus meinem Leben hätte machen konnte. Obwohl ich nie die gleiche emotionale Bindung zum Unternehmen entwickelt habe wie mein Vater, der es gegründet hat. Es bleibt das Gefühl, dass man nichts Eigenes aufgebaut hat, die jugendlichen Träume evtl. nicht verwirklichen konnte. Gleichzeitig empfinde ich aber auch Dankbarkeit, denn ich glaube nicht, dass ich mit irgendetwas anderem letztlich glücklicher oder erfolgreicher gewesen wäre. Schön ist es auch zu wissen, dass ich meinen Vater mit meiner Entscheidung sehr stolz gemacht habe und dass er diese Welt verlassen konnte in dem Wissen, dass sein Werk in guten Händen gelandet ist - ohne dass er mich je dazu gedrängt hätte: es war stets ein offenes Angebot, das ich auch hätte ausschlagen können.
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

Ralf und Marbslab, ich glaube, Ihr verwechselt da wen.

Aliquis - war das nicht jemand, der das Forum verlassen hat? :?
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MarbsLab
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von MarbsLab »

mgritsch hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 23:56 Natürlich kann man alles beliebig bis zur Dissertation aufdröseln…
Damit hat das nichts zu tun, sondern ist den EU-Chemikalienrichtlinien geschuldet. Hattest du damit beruflich schon zu tun? Das ist keine Routineanalyse bekannter Verbindungen, sondern es handelt sich um komplexe Gemische mit teils unbekannten Verbindungen (oder besser Verbindungen, die bei einem FID-GC softwareseitig nicht hinterlegt sind). Weiterer Vorteil ist, dass auch nicht verdampfbarer Verbindungen durch Derivatisierung analysierbar sind.
mgritsch hat geschrieben: Sonntag 4. Mai 2025, 23:56 Mir ist noch kein Industriebetrieb untergekommen der für eine Routineanalytik GC MS nutzt.
Auch hier die Frage: Hast du schon einmal in so einem Unternehmen gearbeitet? Ich schon, mit etwa 25 Jahren Berufserfahrung und einige Jahre als GF eines akreditierten Analyselabors). Wieso stellst du das immer wieder in Frage? Wenn ich das richtig verstehe, bist du als externer Firmen-Berater tätig, aber auch was die Konformität gegenüber den EU-Chemikalienrichtlinien angeht(?) Wie auch immer. Da ich mich ungern wiederhole, ist an dieser Stelle meinerseits erst mal Schluss.
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

Doch noch ojeoje. :cry: Bitte nicht wegen dieses dusseligen GC streiten. Hätte ich es nur nie erwähnt. :wall:
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Ralf
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von Ralf »

auroraborealis hat geschrieben: Montag 5. Mai 2025, 00:06 Ralf und Marbslab, ich glaube, Ihr verwechselt da wen.
Wir sind nicht die einzigen, denen deine neuen Accounts hier immer wieder auffallen. Findest du das nicht langsam peinlich? Du entlarvst dich immer wieder. Jedenfalls dann, wenn du ein paar Zeilen schreibst. Und das kannst du offenbar nicht lassen. Ich hätte das auch nicht öffentlich vorgeworfen, wenn ich mir nicht sicher wäre.
Chemie ist das, was knallt und stinkt, doch selten nur gelingt.
auroraborealis
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

Ich weiß zwar nicht, was Du mit oder gegen besagte Person hast, was vorgefallen ist und was genau Dein Auftrag in Bezug darauf hier ist. Aber ich bin das nicht und daher betrifft mich das auch nicht. Etwas seltsam und auch beängstigend finde ich den Vorwurf und Dein Verhalten hier allerdings schon. Von daher würde ich Dich bitten, das mir gegenüber zu lassen.
Mich erinnert das an eine Mitarbeiterin, die nach einem schweren Schicksalsschlag plötzlich meinte, hinter jedem und allem einen Verstorbenen wiederzuerkennen. Falls Du traumatisiert bist und Dich irgendwie verfolgt fühlst, kann ich nur eines raten: such Dir dringend Hilfe.
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Schnippschnapp
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von Schnippschnapp »

besonders abgewixt: ich schreibe meinen Müll jetzt einfach immer als Vorstellung, denn da "Müssen" sie mir ja antworten--mal einfach die Höflichkeit der leute ausnutzen um deinen Seelenstreichler zu bekommen-für den du scheinbar alles machen würdest. Keine Schmerzgrenze, keine Selbstachtung, kein Schamgefühl mehr. Diese ewigen Lügen, man kriegt nur noch Brechreiz.
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

Wow, was geht denn hier ab? :shock:
Da lag ich mit meinem Bauchgefühl, besser nur Artikel-Leser zu bleiben, ja doch ganz richtig.
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mgritsch
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von mgritsch »

Ich denke es ist hochgradig unangemessen und unerwünscht hier Scherbengerichte und (vor-)Verurteilungen aufgrund dünner Verdächtigungen anzustellen. Bitte unterlasst das. Jeder soll aufgrund seiner Handlungen gleich und fair behandelt werden. Danke.
auroraborealis
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von auroraborealis »

Mgritsch, danke fürs Wogenglätten.
Dennoch sehe ich hier nur wenig Chancen für ein vertrauensvolles und gedeihliches Miteinander, wenn schon gleich zu Beginn mindestens drei Leute warum auch immer voreingenommen und feindselig gesonnen sind.
Daher werde ich mich im Wesentlichen aufs Lesen beschränken und mal sehen, ob und wo aktive Beteiligung überhaupt noch sinnvoll möglich ist. Persönliches abseits der Chemie wird es von mir jedenfalls nicht mehr geben, wenn so damit umgegangen wird. Tut mir leid, dass es so gelaufen ist. Genau das war es, was ich nicht wollte.
Von daher wünsche ich an dieser Stelle trotzdem weiterhin alles Gute fürs Forum. Eure Artikel sind und bleiben klasse! Danke dafür. :thumbsup:
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Ralf
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Re: auroraborealis stellt sich vor

Beitrag von Ralf »

Lieber mgritsch, meine Verdächtigungen sind nicht dünn, sondern sehr solide. Öffentlich kann ich nicht beschreiben, wie er sich entlarvt hat, weil er dann Gegenmaßnahmen für zukünftige Accounts ergreift. Aber wie schon erwähnt, beschuldige ich hier niemanden aus dem Bauch heraus.
Chemie ist das, was knallt und stinkt, doch selten nur gelingt.
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