Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Fragen zur allgemeinen Chemie; alles, was in keine andere Kategorie passt.

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MarbsLab
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von MarbsLab »

Ich kann berichten, dass die Thermalpaste (Artic MX-6) hervorragend funktioniert und der Sensor sehr schnell anspricht . Ich habe extra nur ein Glasrohr mit 1 mm Wandstärke genommen. Reflow mittels Rework Station war mit dem Stencil kein Problem. Nur zum Finden der Pin-1-Markierung am TMP117-Chip habe ich mein Mikroskop benötigt :) .
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Uranylacetat
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Uranylacetat »

Du legst ein Ü-Ei nach dem anderen! :wink: Klasse! :thumbsup:
"Der einfachste Versuch, den man selbst gemacht hat, ist besser als der schönste, den man nur sieht." (Michael Faraday 1791-1867)

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"Wenn man es nur versucht, so geht´s; das heißt mitunter, doch nicht stets." (Wilhelm Busch 1832 -1908)
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MarbsLab
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von MarbsLab »

Danke. Die Straußeneier kommen noch :) .
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

Kannst du nichtmal eine elektronische Kühlfalle für die Vakuumpumpe bauen,mit der man, nur mit Strom ohne aufwendige Kühlmittel, so auf -40 bis -50 Grad kommt? :P
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MarbsLab
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von MarbsLab »

Schnippschnapp hat geschrieben: Donnerstag 4. Dezember 2025, 14:30 Kannst du nichtmal eine elektronische Kühlfalle für die Vakuumpumpe bauen
Dazu brauchst du nur eine CO2-Flasche und ein Trockeneisgerät wie dieses: https://www.esska.de/shop/SnowPack-Troc ... x030-25720
Mit Trockeneis und Aceton kommst du so locker auf die gewünschte Temperatur.
Mit Peltier-Elementen kommst du maximal auf -50 °C. Sind aber die reinsten Stromfresser, und die Wärme muss aufwendig abgeführt werden.
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

ja ne ohne CO2 und diesen Kram wäre natürlich der Witz. Der Strom ist garantiert immer noch billiger als das CO2.
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MarbsLab
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von MarbsLab »

Schnippschnapp hat geschrieben: Donnerstag 4. Dezember 2025, 17:24 ja ne ohne CO2 und diesen Kram
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

gibts da denn heute echt keine andere Techmologie, um elektrisch solche Temperaturen zu erzeugen ausser Peltierelemente (stapeln denk ich mal)?

300eu für son "Trockeneisgerät" ist ja auch ein Intelligenztest.
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mgritsch
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von mgritsch »

Natürlich. Eine anständige linde-Maschine, vulgo Kühlschrank-kompressor.
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

aha, die erreichen auch -40 bis -50 Grad? Noch nie gehört..

auf jeden Fall hat wohl noch nie jemand dran gedacht, sowas zu bauen. Wäre doch was, so im Kleinformat einer Thermoskanne, steckst deine Kältefalle aus Glas oder was aich immer rein, schaltest an und nach 1 oder 2 Stunden ist die auf -50 Grad. Wäre doch super. Bisher gibts nur so riesengrosse Dinger für mehrere 1000 eu.

Im Prinzp müsste das Wärmetauscherrohr des Kompressors, oder Verdampferrohr oder wie das heisst, ja wie ne Spirale gewunden sein , damit man die Kühlfalle dann da rein stellt. Wenn man nen kleinen Formfaktor erhalten will. Aber noch nie gehört dass die so tief runterkommen. Die Leistung ist doch limitiert durch den Temperaturunterschied zwischen dem Kühlraum und der Aussenluft?


edit: Diese lächerlichen "Trockeneismaschinen" für 300eu sind nicht nur die ultimative Preisfrechheit, sondern setzen auch nur 20% des ausgeströmten CO2s zu Trockeneis um. Ist das etwa normal so eine Quote? 1kg CO2 für 200g Trockeneis..alter Falter ist das teuer.
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von BJ68 »

Bei uns im Labor stehen eine Menge sehr großer Kühlfallen rum, die gehen sogar bis -80°C ;-) und nennen sich ULT Freezer....

Die haben zwei Kompressor-Stufen um auf die Temperatur zu kommen vgl. How Do Ultralow Temperature Freezers Work?

Gbit aber inzwischen andere die mit einem Stirling-Motor arbeiten vgl. https://www.cryosolutions.ch/faq da gibt es auch sehr kleine Units vgl. https://www.stirlingultracold.com/porta ... -ult25neu/ ist u.U. etwas was man mit einem Cryokühler selber bauen könnte....


bj68
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

oha, die Kompressoren kann man also auch "stacken", wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen. Peltierelemente hab ich schon mal gesehen mit mehreren stages.
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MarbsLab
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von MarbsLab »

BJ68 hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 09:18 u.U. etwas was man mit einem Cryokühler selber bauen könnte....
Durchaus möglich, aber dafür benötigt man definitiv eine Metalldrehbank und CNC-Fräse.
BJ68
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von BJ68 »

Schnippschnapp hat geschrieben: Samstag 6. Dezember 2025, 10:32 oha, die Kompressoren kann man also auch "stacken", wäre mir gar nicht in den Sinn gekommen. Peltierelemente hab ich schon mal gesehen mit mehreren stages.
Yep...anders kommst Du nicht auf die -80°C.

Haben aber den Nachteil, dass nach 5 bis 6 Jahren (meist nach Ende der Garantiezeit) da ziemlich regelmäßig dem Kompressor der zweiten Stufe die Puste ausgeht und das Teil dann meist ein "finanzieller Totalschaden" ist d.h. Reparatur lohnt sich nicht mehr, im Vergleich zum Restwert. Okay, die Teile laufen 365 Tage a 24 h durch....ohne Pause....

Bei den Serling-Teilen gibt die Firma immerhin 7 Jahre Garantie auf die Kühlung d.h. die halten dann u.U. doch etwas länger und anscheinend findet gerade ein Wechsel statt....Rechtsmedizin ist komplett auf die Teile umgestiegen und das Klinikum teilweise und wir sind da auch am überlegen, auch wenn die Teile so um 3000 CHF teurer sind (25000 CHF).

bj68
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Schnippschnapp
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Re: Apparatebau (Haber-Bosch u. a.)

Beitrag von Schnippschnapp »

Okay, die Teile laufen 365 Tage a 24 h durch....ohne Pause....
wieso laufen die 24h durch, doch nicht im normalen Labor?


Hab mal überlegt, mit billigen Peltiers dürfte man eine kleine Kühlfalle recht billig hinbekommen. Wasserkühlung machts möglich. Ist auch nicht aufwendiger als nen normalen Kühler zu betreiben. erst ein grösseres, 180-240 Watt Peltier, das mit einem Heatpipe-Lüftkühler betrieben wird und welches mit der kalten Seite über einen Wasserkreislauf ein kleineres, vielleicht ein 60 Watt Element kühlt. Oder direkt die 2 Dinger übereinanderkleben, so wie den den 2 stage-Elementen, was wäre wohl besser?

Welches man dann mit der Kühlfalle zusammen gut isoliert verpackt. Vielleicht in einer Thermoskanne. Wobei ja eig. nur die kalte Seite im Behälter sein darf. Muss ich mal gucken. Oder man klebt es mit Wärmeleitkleber, oder Pad, unter einen kleinen 100ml-Standkolben und wickelt das ganze dick mit Keramikwolle ein. Ein Kolben mit so einem Bubbler-Adapter ist ja auch nichts anderes als ne Kühlfalle. Die billigen Elemente schaffen immhin bis zu 66 Grad Temperaturdelta, die besseren schaffen um die 72. Die Netzteile kosten deutlich mehr als die Elemente selbst. Gross kondensieren kann man da nichts drin bei der kleinen Leistung, aber es reicht als Sperre um die Pumpen zu schützen. Bin mal gespannt.

Oder gleich auf 400Watt/160 Watt gehen.. :mrgreen:
die Dinger haben so weirde Stromanforderungen, niedrige Spannung und Ampere ohne Ende..
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