Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Anorganische Chemie.

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aliquis
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

Hier wäre es für SV18 vor dem Losmotzen auf jeden Fall besser gewesen, doch mal Wikipedia zu nutzen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dementi
:roll:

Das englische Wort Disclaimer hätte es in diesem Zusammenhang evtl. besser getroffen und wird von Millennials vll. auch besser verstanden. :wink:
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aliquis
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

immi07 hat geschrieben: Samstag 30. März 2024, 13:55 Hallo SV18,
Hab ich eingeschmolzen und durch Lochscheiben gepresst.
wie kann ich mir das technisch vorstellen.

Gruß Thomas
Das habe ich mich auch schon gefragt.
Das im Handel angebotene Kupfergranulat ist zumindest meist nichts anderes als geschreddertes NYM-Kabel...
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lemmi
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von lemmi »

mgritsch hat geschrieben: Samstag 30. März 2024, 14:54 Ich glaube er weiß nicht was „Dementi“ bedeutet und hat gedacht es sei irgendwas mit Demenz gemeint…
Das war auch meine Vermutung. Ich wollte SV18 nur die Gelegenheit geben, selbst drauf zu kommen. :wink:
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immi07
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von immi07 »

Hallo SV18,

falls es hier noch weiter geht, würde mich schon interessieren, wie Du das
Hab ich eingeschmolzen und durch Lochscheiben gepresst.
gemacht hast?

Gruß Thomas
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine.

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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

lemmi hat geschrieben: Samstag 30. März 2024, 21:20
mgritsch hat geschrieben: Samstag 30. März 2024, 14:54 Ich glaube er weiß nicht was „Dementi“ bedeutet und hat gedacht es sei irgendwas mit Demenz gemeint…
Das war auch meine Vermutung. Ich wollte SV18 nur die Gelegenheit geben, selbst drauf zu kommen. :wink:
Eigentlich wäre da jetzt eine öffentliche Entschuldigung von SV18 an mich fällig für den unangebrachten Vorwurf und den Vergriff im Tonfall...
Ich mache mir da aber ehrlich gesagt wenig Hoffnungen, dass in dieser Art noch irgendetwas kommt. Denn um sich zu Fehlern zu bekennen, bräuchte es Einsicht und Mut... :roll:
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mgritsch
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von mgritsch »

Kannst du jetzt bitte mal auch mit dem Off-topic Kindergarten-Kram aufhören? Inhaltlich sinnvolle Beiträge kamen nicht zu viele von dir.
aliquis
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

mgritsch hat geschrieben: Sonntag 31. März 2024, 10:51 Inhaltlich sinnvolle Beiträge kamen nicht zu viele von dir.
Was hat denn aus Deiner Sicht noch zur Klärung gefehlt, das hier nicht gleich zu Beginn aufgegriffen worden wäre?
aliquis hat geschrieben: Freitag 29. März 2024, 15:51 Ein Metallbad kühlt wegen der hohen Wärmeleitfähigkeit eigentlich schneller ab, nicht langsamer als z. B. ein Sandbad. Auch verwendet man dafür eher niedrigschmelzende Legierungen als Granulat. Zwischen den Granalien ist noch jede Menge Luft, die bekanntermaßen ein schlechter Wärmeleiter ist (was die verzögerte Abkühlung erklärt).
Der Luftsauerstoff ist auch für die Farbveränderungen verantwortlich: Dein Kupfer ist jetzt mit Kupferoxiden in wechselnder Zusammensetzung beschichtet. Wo es schneller abkühlt und viel Luft rankommt, ist mehr und weiter oxidiert, wo wenig, da weniger.
Die Patina sieht eigentlich ganz nett aus, als Wärmeleitmedium ist Dein Kupfergranulat aber nur mässig geeignet. Wie bist Du auf die Idee gekommen?
Meine Empfehlung: nimm Quarzsand aus dem Baumarkt. Das kühlt auch nur langsam ab, schmiegt sich gut an den Kolben, ist inert, billig und bei Kontamination einfach auszutauschen.
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mgritsch
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von mgritsch »

aliquis hat geschrieben: Sonntag 31. März 2024, 11:17 Was hat denn hier aus Deiner Sicht noch zur Klärung gefehlt?
Das Aufhören mit dem persönlichen Geeiere.
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

mgritsch hat geschrieben: Sonntag 31. März 2024, 11:20 Geeiere
Frohe Ostern! :wink:
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mgritsch
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von mgritsch »

aliquis hat geschrieben: Sonntag 31. März 2024, 11:21 Frohe Ostern! :wink:
Passt :) in dem Sinne Osterfrieden :D und wir sind gespannt auf die Antwort auf immis Frage! :thumbsup:
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lemmi
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von lemmi »

Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Frohe Ostern![/OT]
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von SerpentumVenenum18 »

Ja es stimmt, ich habe tatsächlich das Wort Dementi fälschlicherweise mit Demenz fehlassoziiert. Man kann ja schließlich nicht alles wissen und bei meinem relativ großen Wortschatz kann ich mir den ein oder anderen Fehler durchaus mal leisten denke ich. Menschen machen Fehler und für diesen Fehler entschuldige ich mich. Für eine Sache entschuldige ich mich aber ganz eindeutig nicht, nämlich was den Vorwurf der schnippischen bzw. süffisanten Kommunikationsart von aliquis angeht. Ich bin zwar einsichtig wenn ich Fehler mache und gebe diese zu wo diese gemacht worden sind, da mir Selbstreflexion als Philosoph sehr wichtig ist (im Grunde suche ich immer zuerst bei mir nach Fehlern und dann erst bei anderen), jedoch hebe ich ebenso kein Blatt vor dem Mund was die Fehler anderer Leute angeht und diesbezüglich bleibe ich dabei was ich über aliquis in dieser Hinsicht gesagt habe. Ich entschuldige mich für den persönlichen Angriff, aber nicht für die beschissene und von-oben-herab Art wie aliquis mit anderen Usern kommuniziert. So, feddisch jetzt mit der OT Kacke hier wie mgritsch gesagt hat und zurück zum Thema. Auf weitere Kommentare zu der persönlichen Scheiße werde ich, egal von wem diese stammen, nicht mehr reagieren und hoffe die Mods bzw. der Admin werden entsprechend handeln damit der Thread On-Topic bleibt (von mir aus kann die gesamte Diskussion die OT war gelöscht werden, da es ja nix zum Thema beigetragen hat). Frohe Ostern nachträglich übrigens. Ich war die letzten Tage nicht online.


@immi07
Hallo lieber immi. Ich habe vor demnächst zu diesem Thema einen eigenen Thread dafür zu verfassen komplett mit Fotos und Zeichnungen, um den ganzen Prozess vom Einschmelzen bis hin zur Verarbeitung zum Granulat für Interessierte zu beschreiben. Der Prozess ist nämlich etwas komplizierter als ich es hier kurz in dem einen Satz beschrieben habe und dazu muss ich viel schreiben. Ich mache deswegen demnächst einen Thread dazu auf sobald ich genug Zeit dafür habe.
Nur kurz soviel dazu: das Ganze MUSS natürlich im Freien gemacht werden! Ich muss wohl nicht erklären was passiert wenn geschmolzenes Metall in der Wohnung auf den Boden sickert (oder schlimmer noch: das Einatmen von Metalldämpfen. Gut, man kann zwar eine Maske mit Filter tragen, aber dennoch sollte man das draußen machen. Und auch draußen bitte eine Maske tragen weil der Wind einem die Dämpfe so richtig schön ins Gesicht blasen kann). Am besten benutzt man einen gut gebauten Schmelzofen dafür. Ich empfehle diesen hier, was mich in Punkto Sicherheit überzeugt hat -> https://www.ebay.de/itm/266416258568?it ... R5DPwevTYw
Alles nötige werde ich im entsprechenden Thread schreiben :thumbsup:
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immi07
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von immi07 »

ich kann noch ein paar Tage warten :thumbsup:

Gruß Thomas
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

Die Entschuldigung für den Teil, für die sie ausgesprochen wurde, ist angenommen.
Den aufrechterhaltenen Vorwurf gebe ich in gleicher Weise zurück: wie man in den Wald hineinruft...
Damit auch von mir: OT Ende.

Zur Sache schließe ich mich zunächst an: Metallschmelze/-guss bitte nur in vollständig und weiträumig feuerfester Umgebung (für Hobbyschmelzer also eher draußen auf großen freien Steinflächen) und mit entsprechender PSA.
Von geschmolzenen Metallen wie Kupfer, Silber, Eisen, Zinn, Wismut oder Gallium geht hinsichtlich der Dämpfe wegen der hohen Siedepunkte und des niedrigen Dampfdrucks bei Schmelztemperatur jedoch kaum Gefahr aus. Das sieht bei Quecksilber natürlich ganz anders aus, das nicht nur hohen Dampfdruck, sondern auch eine besonders heimtückische Form der Giftwirkung aufweist. Auch Cadmium würde ich an Silvester nicht unbedingt als Bleiersatz verwenden... Bei manchen Metallen und Halbmetallen ist die Giftigkeit und/oder Karzinogenität des Oxidstaubs das eigentliche oder ein zusätzliches Problem (Blei, Cadmium, Titan, Antimon, ...). Und dass Nickel und Cobalt in jeder inkorporierbaren Form und Weise dahingehend ein Risiko sind, ist ebenfalls bekannt. Aber auch vermeindlich ungiftigere Metalle und deren Oxide können beim Einatmen gesundheitliche Folgen haben. Bei Aluminium betrifft das vor allem den Staub (wer z. B. Folie zu Pulver zermahlt, dieses umfüllt und in stöchiometrischer Mischung mit trockenem Rost für einen Eisenthermit verwendet, sollte bei allen Arbeitsschritten besser eine Partikelfiltermaske tragen), zur Dampfbildung kommt es wegen der Reaktivität unter atmosphärischen Bedingungen hier aber eher nicht.
Ziemlich bekannt für unangenehme (erfreulicherweise aber meist nur vorübergehende) gesundheitliche Probleme ist Zinkdampf oder auch Stäube von Zinkverbindungen, die das sog. Zinkfieber auslösen können. Ich vermute, dass das bei diesen Überlegungen eher im Hinterkopf war. Bei Kupfer knapp über dem Schmelzpunkt besteht wie gesagt kein vergleichbares Risiko.
Grund für heftiges Rauchen/Qualmen und Geruchsbelästigung können übrigens auch der Schmelzofen und Tiegel selbst sein, sofern sie noch relativ neu sind und gerade ihre ersten Einsätze absolvieren... Das sollte sich bei einem nicht allzu minderwertigen Gerät aber allmählich von selber wieder geben...
Etwas einsatzflexibler als reine Schmelzöfen sind Muffelöfen, die annähernd gleiche Temperaturen erreichen, aber auch für alle Reaktionen, die rundherum hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum bei gleichzeitig leichtem Zugriff benötigen (und dabei nicht allzu viel Gase abgeben) gut geeignet sind. Leider reden wir da auch über eine andere Preisklasse. Aber vll. hat man ja mal Glück mit einem Gebrauchtschnäppchen bei ibäh oder Kleinanzeigen.de...
"Es lebe die Freiheit!" (Hans Scholl)
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Re: Warum hat sich mein Kupfermantel (teilweise) verfärbt?

Beitrag von aliquis »

Wie schafft man es, dass das noch glühend heisse Kupfergranulat beim Durchpressen und Abkühlen nicht gleich oxidiert? Lässt man es in Wasser tropfen?
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