Dark_Hagen hat geschrieben: Montag 19. Januar 2026, 15:06
Heute ist mir das wie gesagt bei Natriumsulfit aufgefallen. Ich habe ca 32g eingewogen und auf 500 ml aufgefüllt, dann geschüttelt und es waren ca. 5ml weniger.
die Kollegen haben es schon erklärt - das ist ein mehr oder weniger ausgeprägtes aber sehr häufiges Verhalten beim Lösen/Mischen von Stoffen. Die anschauliche Erklärung "sodass Hohlräume aufgefüllt werden" ist vielleicht ein bisschen zu bildlich, da sind keine "Hohlräume". Passender wäre dass die Wechselwirkung - das sich gegenseitig stärker aneinander klammern oder auch abstoßen - die Dichte einer Mischung verändern kann. Wenn Wasser und Alkohol stärker miteinander wechselwirken als Wasser+Wasser oder Alkohol+Alkohol dann ist die Konsequenz eine Kontraktion. Entsprechende Versuche kann man schön anschaulich machen, 2 gleich große Messzylinder, jeweils genau bis zur Hälfte befüllt, dann zusammenkippen und plötzlich fehlt was.
Ganz physikalisch genau kann man es hier nachlesen
https://de.wikipedia.org/wiki/Partielle ... %B6%C3%9Fe aber das ist vielleicht ein bisschen zu abstrakt

Unter dem Stichwort "partielles Molvolumen" findet man aber sicher jede Menge passende Erklärungen in allen Komplexitätsstufen.
Zu dem was du hier schreibst- das ist natürlich noch ein anderer, viel trivialerer Grund: 32 g Sulfit ad 500 ml Wasser können schon keine 500 ml ergeben da die Dichte des Sulfits nicht gleich der von Wasser ist. Im dichten Feststoff sind die Moleküle viel enger gepackt.